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Geld & Wert

Taschengeld ab wann und wie viel? So erklärst du deinem Kind sein erstes eigenes Geld

„Das reicht ja für immer!“ ruft Mia, als sie ihr Taschengeld zum ersten Mal für einen ganzen Monat auf einmal bekommt. Wenige Wochen später weiß sie: Ein Monat ist lang. Darum geht es in der Staffel „Mein Monat mit Geld“: Wie kommt ein Kind mit seinem eigenen Geld vom ersten bis zum letzten Tag? Am Monatsende wartet ein Fest im Park, und Mia will dort Karussell fahren, mit ihrem eigenen Geld.

Eltern fragen sich zur selben Zeit: Taschengeld ab wann, und wie viel? Darum steht hier zuerst, was Fachstellen in Deutschland und Österreich empfehlen, mit Tabelle nach Alter. Danach folgt Mias Monat in neun Schritten, jeweils mit Noris Tipp, einem Erklär-Beispiel für dein Kind und einer Frage zum Weiterreden. Die Staffel ist Level 1, verständlich ab 5 Jahren & für die ganze Familie. Diese Staffel kommt bald in die App. Bis dahin: die ersten Geld-Staffeln gratis ansehen.

Mehr zu allen Geldthemen, von Preis und Wert bis zum Sparen, steht auf der Seite Wie erkläre ich meinem Kind Geld?.

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Schritt 1: Ein ganzer Monat Taschengeld – reicht das für immer?

Am ersten Tag des Monats gibt Mias Papa ihr das Taschengeld, diesmal alles auf einmal. Ab jetzt kommt es nur noch einmal im Monat. Mia glaubt, das reicht ewig, und Nori hat das zuerst auch gedacht. Stimmt nicht: Ein Monat hat ungefähr dreißig Tage, etwas mehr als vier Wochen. Taschengeld, das einmal im Monat kommt, heißt in der Staffel Monatsgeld. Es muss bis zum letzten Tag reichen, vorher kommt kein neues.

Vorher klärt die Folge, was Taschengeld ist: Geld, das immer wieder kommt, über das das Kind selbst entscheiden darf und das zum Üben da ist. Mias Freundin Lena bekommt keins. Sie teilt das Geld ein, das sie geschenkt bekommt. Alles in der Staffel geht mit jedem Geld, über das ein Kind selbst entscheidet. Dass Mia ihr Geld einmal im Monat bekommt, hat ihre Familie so entschieden, es ist kein Rat. Mit Wochengeld klappt das Einteilen genauso, nur in kürzeren Abschnitten.

Ein schräger Stapel goldener Münzen

Schritt 3: Darf ich davon überhaupt etwas kaufen?

In der ersten Woche stehen Mia und ihr Freund Ben am Kiosk, dort hängen genau die Sticker, die ihr noch fehlen. Mia zögert: Darf man nach dem Einteilen überhaupt noch etwas kaufen? Nori hat gedacht: nein. Stimmt nicht. Der erste Umschlag ist genau für diese Woche da. Mia leistet sich etwas, also etwas Schönes mit Geld, das dafür da ist, ohne dass später etwas fehlt. Das Geld fürs Fest liegt im vierten Umschlag, und der bleibt zu. Am Sonntag ist der erste Umschlag leer. Das ist kein Fehler.

Eine Sticker-Packung mit Stern, Herz, Kreis und Blume

Schritt 5: Eine Einladung, mit der niemand gerechnet hat

Mitte der zweiten Woche kommt eine Einladung: Tarek hat Geburtstag, unterschrieben von ihm und seinen Papas Karim und Jan. Mia möchte ihm von ihrem eigenen Geld ein kleines Buch über schnelle Tiere kaufen, doch für Geschenke gibt es keinen Umschlag. Nori hat gedacht, wer gut einteilt, hat an alles gedacht. Stimmt nicht. Niemand weiß am ersten Tag, was im Monat passiert. Für Überraschungen gibt es die Reserve: ein kleines bisschen Geld, das in keinen Wochen-Umschlag kommt. Mia hat noch keine und nimmt das Geld aus dem dritten Umschlag. Kein Unglück, aber die dritte Woche wird knapp.

Ein Wundpflaster

Schritt 7: Ein Samstag ohne Geld

Ben will zum Kiosk, Mia hat nur noch wenig. Lena, die kein Taschengeld bekommt, hat eine Idee. Nori hat gedacht: Was nichts kostet, ist nichts wert. Stimmt nicht. Lenas Mama Sanne geht mit den dreien in die Bücherei, für Kinder kostet das in vielen Büchereien nichts, und dann auf den Spielplatz. Kostenlos heißt: Man bezahlt nichts, bezahlt hat trotzdem jemand. Den Spielplatz hat die Stadt gebaut, das Geld dafür legen alle Erwachsenen zusammen. Manches geht nur mit Geld, vieles auch ohne.

Ein Preisschild mit einem diagonalen Strich

Schritt 9: Das Fest im Park – hat es gereicht?

Am letzten Samstag zählt Mia den vierten Umschlag: Es reicht. Sie fährt Karussell mit ihrem eigenen Geld, danach liegt noch eine Münze im Umschlag. Nori hat gedacht, gut eingeteilt habe nur, wer viel übrig hat. Stimmt nicht. Mia ist ausgekommen: Das Geld hat bis zum Ende gereicht, ob mit Münze oder ohne. In der dritten Woche war es knapp, aber sie hat zur Halbzeit nachgeschaut. Für den nächsten Monat plant sie einen fünften, kleinen Umschlag mit Fragezeichen, und am ersten Tag wartet schon der Malkasten.

Eine grüne Trinkflasche mit Griff

Bald als kurze Folgen mit Nori in der App – bis dahin die ersten Geld-Staffeln gratis ansehen.

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Häufige Fragen

Ab wann sollte mein Kind Taschengeld bekommen?
Eine feste Regel gibt es nicht. Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt, spätestens mit dem Schuleintritt zu beginnen, also mit sechs oder sieben Jahren, weil Kinder dann ein Grundverständnis von Zahlen haben. Seine Tabelle nennt aber schon Beträge für Kinder unter 6 Jahren. Mit 5 Jahren kann ein Kind also durchaus einen kleinen Betrag bekommen, wenn es zur Familie passt.
Wie viel Taschengeld ist mit 6, 7 oder 8 Jahren üblich?
Das DJI nennt (Stand 2025) für 6 bis 7 Jahre 2 bis 3 Euro und für 8 bis 9 Jahre 3 bis 4 Euro pro Woche. oesterreich.gv.at nennt für 6 bis 8 Jahre 0,50 bis 2 Euro und für 8 bis 10 Jahre 2 bis 3 Euro pro Woche. Beides ist Orientierung, keine Pflicht.
Taschengeld wöchentlich oder monatlich?
Für jüngere Kinder empfiehlt das DJI Wochenbeträge, ab etwa zehn Jahren die monatliche Zahlung; als Übergang können einige Monate mit Auszahlung alle 14 Tage helfen. Auch die österreichischen Richtwerte wechseln mit 10 Jahren auf monatlich. Wichtig ist laut DJI vor allem ein fester Rhythmus, ohne dass das Kind darum bitten muss.
Darf man Taschengeld kürzen, zum Beispiel als Strafe?
Das DJI rät davon ab, Taschengeld als Belohnung für Verhalten oder Noten einzusetzen oder als Strafe zu kürzen. Es soll ein verlässliches Lernbudget sein, und solche Regeln können das Vertrauen belasten. Gute Leistungen lassen sich anders anerkennen. Auch bei Lernkind ist Taschengeld Geld zum Üben, kein Lohn und keine Belohnung.
Sollte es Taschengeld für Hilfe im Haushalt geben?
Laut DJI gehört normale, altersgerechte Mithilfe zum Familienleben und sollte nicht mit dem Taschengeld verknüpft werden. Für besondere Zusatzaufgaben kann eine vorher vereinbarte kleine Bezahlung passen, getrennt vom Taschengeld. Genauso unterscheidet Nori in der Staffel „Woher bekomme ich Geld?“: Taschengeld ist zum Üben da, Lohn bekommt man für Arbeit.
Was, wenn wir kein Taschengeld geben können oder wollen?
Taschengeld ist keine Pflicht. In der Staffel bekommt Lena keins und übt mit Geld, das sie geschenkt bekommt; alles funktioniert mit jedem Geld, über das ein Kind selbst entscheiden darf. Das DJI rät bei knapper Haushaltslage: lieber verlässlich einen kleineren Betrag als einen schwankenden. Das Spiel unten geht ganz ohne Geld.

Aus „Ich will das jetzt!“ wird „Darauf spar ich“. Die ersten Geld-Folgen mit Nori gratis.