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Wir & die Welt

Mülltrennung kindgerecht erklärt: Welcher Müll gehört wohin?

Von Tanja Aussenegg ·

Der Deckel der Tonne geht nicht mehr zu, und Max will es genau wissen: „Wohin mit dem ganzen Müll?“ Viele Kinder fragen so etwas, wenn sie zum ersten Mal beim Müllrausbringen helfen: Warum gibt es so viele Tonnen? Und was passiert eigentlich mit dem Joghurtbecher?

Kurz gesagt: Mülltrennung heißt, dass jedes Ding in die Tonne kommt, die zu ihm passt: Papier zu Papier, Glas zu Glas, Verpackungen aus Kunststoff und Metall zusammen, Essensreste in die Biotonne, der Rest in den Restmüll. Nur so kann aus Altem wieder etwas Neues werden.

Die Lernkind-Staffel „Wohin mit dem Müll?“ folgt dem Müll: trennen, wiederverwerten, wiederverwenden, vermeiden. Mias Familie setzt sich ein Ziel: In drei Wochen soll in der Restmülltonne nur noch halb so viel sein. Mia klebt es an den Kühlschrank, ihr kleiner Bruder Max wird Sortier-Chef. Neun geplante Folgen zeigen, woraus Müll besteht, welche Tonne wofür da ist, was aus Papier, Glas, Kunststoff und Bananenschalen wird, was mit dem Restmüll passiert und wie weniger Müll entsteht, ohne auf etwas zu verzichten. Ab 5 Jahren & für die ganze Familie.

Die Staffel ist noch nicht in der App; sie kommt bald dazu. Mehr zur ganzen Welt: Gesellschaft kindgerecht erklärt. Lehrkräfte finden mehr unter Lernkind für Schulen.

Euer Kind trägt jedes Glas zum Container? Bald zeigt Nori, wohin Müll reist. Erste Folge von „Wir & die Welt“ gratis.

Gratis-Folge der Welt „Wir & die Welt“: Das Spiel platzt

Nori spricht mit einer am Computer erzeugten Stimme (KI-Stimme).

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Mülltrennung: Jedes Ding in die Tonne, die zu ihm passt

Hinter dem Haus stehen viele Tonnen und Kisten, auf jeder klebt ein anderes Bild. „Wozu brauchen wir so viele Tonnen?“, fragt Max. Nein, nicht alles landet auf einem Haufen. Wenn Müll nach seiner Sorte gesammelt wird, heißt das Mülltrennung. Papier kommt zu Papier, Glas zu Glas. Verpackungen aus Kunststoff und Metall kommen zusammen. Reste von Essen und Pflanzen bekommen eine eigene Tonne, die Biotonne. Und was übrig bleibt, kommt in die Tonne für den Restmüll. Stell dir vor, jemand kippt Murmeln, Sand und Erbsen in einen Topf. Das wieder auseinanderzusortieren dauert ewig; getrennt ist es ganz leicht. Genauso ist es beim Müll. Wichtig: Die Farben und Namen der Tonnen sind nicht überall gleich.

Für Erwachsene: In Deutschland und Österreich kommen Verpackungen aus Kunststoff und Metall meist in die gelbe Tonne oder den gelben Sack; in der Schweiz gibt es diese gemeinsame Sammlung so nicht. Was genau wohin gehört, steht im Abfallkalender oder auf der Seite eurer Gemeinde.

Ein abgegessener Apfel, wie er auf dem Bild der Biotonne klebt

Altglas: Glas kann immer wieder Glas werden

Bei Ben, der bei seinem Papa und seiner Oma wohnt, stehen viele leere Gläser auf der Spüle. Bens Oma schwenkt eins unter dem Wasserhahn aus. „Ich nehme nur das letzte Spülwasser“, lacht sie. „Ganz sauber muss es nicht sein, nur leer.“ Leere Flaschen und Gläser heißen Altglas. Erst kommt der Deckel ab, dann bringt Bens Papa die Kiste zum Glascontainer an der Straße. Dort gibt es ein Loch für durchsichtiges und eins für farbiges Glas. Warum nach Farben getrennt? In der Glasfabrik wird das Glas zerkleinert und in einem sehr heißen Ofen geschmolzen, bis es flüssig wie Honig ist. Daraus werden neue Flaschen und Gläser, und eine einzige braune Scherbe würde neues, durchsichtiges Glas färben. Das Beste: Glas kann man immer wieder einschmelzen, ohne dass es schlechter wird.

Für Erwachsene: In Deutschland wird Altglas meist nach Weiß, Grün und Braun getrennt, in Österreich nach Weiß- und Buntglas. Trinkgläser, Fensterglas und Geschirr gehören nicht in den Container.

Ein Glascontainer mit runden Einwurflöchern

Bioabfall: Aus Schalen wird Erde

Bei Lena, die mit ihren zwei Mamas Sanne und Jo wohnt, kippt Mama Jo Kartoffelschalen auf ein Viereck aus Holzlatten im Hof. Ganz unten ist es dunkel und krümelig. „Wie wird aus Schalen wieder Erde?“, fragt Max. Schalen, Kerne, Kaffeesatz und welke Blätter heißen Bioabfall, also Reste von Essen und Pflanzen. Das Viereck ist ein Komposthaufen. Darin leben Regenwürmer, Asseln, Käfer und Lebewesen, die so winzig sind, dass man sie nicht sehen kann. Sie fressen die Reste über viele Monate. Übrig bleibt dunkle, krümelige Erde, der Kompost. Wer keinen Garten hat, nutzt die Biotonne. Ihr Inhalt kommt auf einen großen Kompostplatz und wird dort in langen Haufen zu Erde.

Für Erwachsene: Was in die Biotonne darf, regelt jede Gemeinde selbst, etwa bei gekochten Resten oder Bio-Beuteln.

Ein Komposthaufen aus Holzlatten mit Schalen und Blättern

Wiederverwenden: noch besser als wiederverwerten

Mias Freund Jonas räumt mit seinem Papa den Keller auf. In einer Kiste liegen eine kleine rote Jacke, Bilderbücher, ein Spielzeugauto. Jonas hält schon den Müllsack auf, da fragt Max: „Muss das alles in den Müll, nur weil es nicht mehr passt?“ Wiederverwerten und wiederverwenden klingt ähnlich, ist aber nicht dasselbe. Beim Wiederverwerten wird ein Ding zerkleinert, eingeschmolzen oder eingeweicht und daraus etwas Neues gemacht; das braucht Maschinen, Wasser und viel Strom. Beim Wiederverwenden bleibt das Ding, wie es ist, und wird einfach noch einmal benutzt, von dir oder von jemand anderem. Jonas’ Papa hält Max die rote Jacke hin, sie passt genau. Ein Knopf ist lose, Jonas’ Papa näht ihn gleich wieder an. So geht Wiederverwenden: weitergeben wie die Jacke, umnutzen wie ein leeres Glas, das zur Dose für Murmeln wird, und reparieren wie der Knopf.

Eine offene Kiste für Sachen, die weitergegeben werden

Bald als kurze Folgen mit Nori in der App – bis dahin die erste Folge der Welt „Wir & die Welt“ gratis ansehen.

Passt dazu

Häufige Fragen

Müll trennen mit Kindern: Wie erkläre ich meinem Kind Mülltrennung?
Mit einer Frage, die immer geht: Woraus ist das? Papier kommt zu Papier, Glas zu Glas, Verpackungen aus Kunststoff und Metall zusammen, Essensreste in die Biotonne, der Rest in den Restmüll. Ein Sortier-Platz mit gemalten Bildern auf den Eimern macht Kinder zu Sortier-Chefs. Welche Tonnen es bei euch gibt, steht im Abfallkalender eurer Gemeinde.
Muss ich Gläser und Joghurtbecher vor dem Wegwerfen spülen?
Nein, leer reicht. Altglas muss nicht blitzsauber sein, der Deckel kommt ab. Beim Joghurtbecher den Deckel ganz abziehen und nichts ineinanderstecken, damit die Sortiermaschine jedes Teil für sich erkennt.
Wird aus getrenntem Kunststoff wirklich wieder Kunststoff?
Nur zum Teil. Sortieranlagen erkennen die Sorten mit Licht und trennen sie mit Luftstößen. Aus sauberen Haufen werden Körnchen und daraus etwa Blumentöpfe oder Kleiderbügel. Was zu gemischt oder zu schmutzig ist, wird verbrannt.
Was ist der Unterschied zwischen wiederverwerten und wiederverwenden?
Beim Wiederverwerten wird ein Ding zerkleinert, eingeschmolzen oder eingeweicht, und daraus entsteht etwas Neues, etwa neues Papier. Beim Wiederverwenden bleibt es, wie es ist, und wird noch einmal benutzt: weitergegeben, umgenutzt oder repariert. Wiederverwenden spart mehr, weil nichts neu gemacht werden muss.
Wohin mit Batterien?
Nie in den Restmüll: Sie können im Müllauto Feuer fangen und enthalten wertvolle Stoffe. Sammelt sie zu Hause in einer eigenen Dose mit Deckel, wie Max seine Batterie-Dose, und bringt sie zur Sammelstelle oder in einen Laden, der Batterien verkauft. Bei Akkus vorher die Pole abkleben; aus dem Müll holen sie nur Erwachsene.
Passt Mülltrennung zum Lehrplan der Volksschule?
In Österreich ja, als Ergänzung: Der Lehrplan der Volksschule (2023) nennt bei der Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung als Kernthemen unter anderem „Vermeidung von Lebensmittelabfällen, Abfall und Emissionen“ und „Recycling“; Kinder sollen „über ökologische Kreisläufe und die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen nachdenken“ (RIS, Lehrplan der Volksschule, Anlage A, Stand Oktober 2026). Die Staffel passt dazu und ersetzt keinen Unterricht; Material für Lehrkräfte: Lernkind für Schulen.

Euer Kind trägt jedes Glas zum Container? Bald zeigt Nori, wohin Müll reist. Erste Folge von „Wir & die Welt“ gratis.